Firmen haben eine Website – check! Firmen sind in Facebook – naja! Firmen haben Twitter – puh! Firmen nutzen Instagram – was?

Zugeben nicht jedes Unternehmen braucht Facebook, Twitter, Instagram und was es alles gibt. Unternehmen im Ausland machen es seit geraumer Zeit vor und auch in Deutschland haben Unternehmen seit längerer Zeit den Sinn von Microbloggin verstanden. Die Entwicklung vom Text zum Bild war da die logische Schlussfolgerung. Man konnte sehr schön das runterbrechen der Kommunikation beobachten vom Blog (Text+Bild+Video), zum Tweet (limitierte Nachricht mit Anhängen), hin zu Instagram (Bildsprache/Video). Instagram hat vor längerer Zeit Twitter bei den Nutzerzahlen überholt. Unternehmen machen sich diesen Trend natürlich zu eigen und versuchen diese Kanäle sinnvoll für sich zu nutzen. Potentielle Bewerber informieren sich heute über potentielle Arbeitgeber online und was ist besser als einen direkter Eindruck über ein Unternehmen als Bilder aus dem “inner circle”.

Das eine Firma, online über die verschiedenen Kanäle verschieden Zielgruppe anspricht ist klar. Gerade um Bewerber zu finden kann man sich heute keiner Technologie zwangsläufig verweigern. Natürlich sprechen Unternehmen mit ihren Aktivitäten auf Instagram oder anderen Social Networks verschiedene Zielgruppen an. Zum einen Bewerber und potentielle Kunden, zum anderen auch die eigenen Angestellten. Bewerber und Kunden haben eines gemeinsam: Sie wollen das Unternehmen kennenlernen. Angestellte wollen, dass Ihr Firma realistisch abgebildet werden – ohne sich zu schämen oder zu übertreiben. Der Sinn der Unternehmensmarke ist es in meinen Augen, dass sich möglichst viele mit dem Unternehmen identifizieren können.

Demographisch betrachtet finden sich aus Deutschland altersmäßig überwiegend junge Menschen auf Instagram wieder. In erster Linie Nutzer im Alter von 14-29 Jahren. Also junge Menschen die sich um einen Ausbildungsplatz, einen dualen Studiengang oder erste Berufserfahrung bemühen.

Mann kann beobachten wie sich beispielsweise die Hotelkette Hilton diese junge Zielgruppe in Deutschland versucht zu erschließen und über die Ausbildungsaktivitäten (neben einer eingebunden Facebookseite) Bilder “posten”. Oder aus den USA die Marktforschungsinstitution Gartner, welches über Instagram versucht dem User zu zeigen, wie das Arbeiten für Gartner im Alltag aussieht (man beobachte – nur fröhliche Menschen und viele Donuts). Allerdings muss als Firma aufgepasst werden, nicht nur “geschönte” Inhalte den Usern nahezubringen.  Es gibt kaum eine Firma in der nur Eitelsonnenschein herrscht. Wichtig ist es, ein authentisches Erscheinungsbild dem Benutzer zukommen zu lassen.

Und natürlich dient das Ganze auch einer Bindung der Zielgruppen an ein Unternehmen. So können über Hashtags Anhänger ihre treue zum Unternehmen über Photos und verbundene Schlagwörter zum Ausdruck bringen.

Es darf aber auch nicht vergessen werden, dass Unternehmen wenn sie Instagram benutzen Verantwortungen ausgesetzt werden in Bereichen wie:

  • Verantwortung für den Account
  • Nutzungsrechte
  • Persönlichkeitsrechte
  • Inhalte (CI)
  • Abhängikeit von einem Anbieter
  • Archivierung

Es bleibt spannend zu beobachten, welche Entwicklung Instagram, beziehungsweise welchen Einfluss das “Posten” von Unternehmensbildern aus dem Unternehmen direkt für Auswirkungen auf das Employer-Branding und die Unternehmenskommunikation haben wird.

Leseempfehlung: Einen guten Artikel der sich mit diesem Thema beschäftigt ist auf karriere.at zu finden.