Jeder, der während seines Berufslebens mit dem Sichten von Lebensläufen in Berührung kommt, kennt das Problem. Es kommen Bewerbungen/Lebensläufe in das Postfach, die sich auf eine Vakanz bewerben und dann dass: Zunächst muss man die ellenlangen Bewerbungen durchforsten um sich einen fundierten Eindruck über den Bewerber machen zu können um dann im Umkehrschluss die Schlussfolgerung zu ziehen, dass die Bewerbung nicht, aber schon überhaupt nicht, auf die ausgeschriebene Vakanz passt. Gerade bei Personalberatungen sind Anschreiben von Kandidaten kein Muss.

Ein Beispiel: Gesucht wird ein Entwicklungsingenieur im Bereich RFID. Eine Bewerbung in Form eines CVs für diese Position geht bei der Personalberatung ein. Es bewirbt sich ein 39-jähriger Elektroingenieur eines großen Industriekonzerns. Im Lebenslauf gehen diverse Schritte bei diesem Konzern hervor. Acht Seiten, viele Qualifikationen und auch noch Auslandserfahrung. Aber darauf, worauf es ankommt, etwa Kenntnisse im Bereich RFID gehen nicht hervor. In diesem Fall hätte ein Anschreiben vielleicht geholfen. Aber gerade, wenn man als Recruiter viele CVs am Tag sichtet, fällt so ein CV – so leid es mir tut – aus dem Bewerbungsprozess schnell raus.

Das heißt: Egal wo man sich bewirbt, nicht nur im Anschreiben, auch im CV muss hervorgehen, dass man für die gesuchte Vakanz ein qualifizierter Bewerber ist. Dann auch nicht auf acht Seiten, vielmehr eine fundierte Zusammenfassung des erreichten und den jeweiligen Schwerpunkten. Das heißt weiter, ähnlich wie bei den Anschreiben, man sollte für jede Vakanz auch seinen CV den Anforderungen der jeweiligen Stelle anpassen.