Immer hoch und immer weiter, klettern wir die Karriereleiter. Der Weg ist schwer, der Weg ist weit, für große Pausen bleibt kaum Zeit. Und aller Mühe noch zur Posse, fehlt hin und wieder eine Sprosse.

Dieses abgewandelte Zitat trifft es ziemlich genau. Aber wie schafft man es als Fach- oder Führungskraft – wenn gewollt – möglichst gezielt die Karriereleiter zu erklimmen? Ist man nicht in einem großen Konzern angesiedelt und hat keinen klaren Karriereweg vor sich, ist es eine Möglichkeit, sich mit professioneller Hilfe von außen karrieretechnisch weiterzuentwickeln. Hierbei können beispielsweise externe Dienstleister wie Personalberatungen und Personal- bzw. Arbeitsvermittlern in Anspruch genommen werden. Ich werde häufig von externen Dienstleistern kontaktiert, welche mir als „Personalvermittler“ gewisse Benefits für die Suche ermöglichen wollen. Und schon hier runzele ich die Stirn: Ich bin kein Personalvermittler! Es hat sich eingebürgert, dass die Begriffe ohne richtigen Kontext in einem Atemzug verwendet werden. Gerne werden Personalberater und Personalvermittler auch als Makler bezeichnet, dabei unterscheiden sich beide Seiten.

Personalberatung

In Deutschland sind Begriffe wie Headhunter, Executive Search Berater oder Personalberater am geläufigsten. Wobei sich, aus Gründen der Seriosität, der Begriff Personalberater etabliert hat.

Einerseits ist eine Personalberatung nur für einen Kunden aktiv, wenn dieser ihm den Auftrag erteilt hat. Der Fokus liegt auf Fach- und Führungskräfte und die zu besetzenden Positionen liegen meist in einer Gehaltsregion der 60.000€+. Potentielle Kandidaten werden mittels der Direktansprache für eine Vakanz identifiziert und in der Regel auch begeistert ;-).

Andererseits trägt die Personalberatung das Wort “Beratung” im Titel, weil der Personalberater sich intensiv mit dem Mandanten auseinandersetzt und so die personellen Bedürfnisse und die meist verborgenen Herausforderungen erkennt. Sein Ziel ist es, nachhaltig zu handeln. Das heißt, der Berater analysiert den Bedarf, definiert mit der suchenden Firma ein Anforderungsprofil und er versetzt sich in die Lage des suchenden Unternehmens. Durch seine Aktivitäten im Markt, kann der Personalberater beispielsweise helfen, Gehaltsfragen marktkonform zu lösen.

Ein Personalberater ist nicht nur Dienstleiter für Unternehmen, sondern auch für Bewerber. Er beschäftigt sich auch mit der Sicht der gesprochenen Kandidaten und zeigt diesen Karrieremöglichkeiten auf. Meist hilft ein Personalberater die Leitersprossen gezielter zu erklimmen. Absolute Diskretion ist zudem ein prägendes Merkmal für einen Personalberater.

Diese Fähigkeiten haben Ihren Preis und sind ein signifikanter Unterschied zu Vermittlern. Der Personalvermittler arbeitet meist auf Erfolgsbasis. Der Berater hingegen wird von Mandanten engagiert und erhält – je nach Vergütungsmodell – den Großteil des Honorars. Die Personalberatung wird demnach nicht für die Besetzung einer Vakanz bezahlt sondern die Leistung per se. Der Personalvermittler/Personalmakler für seinen Erfolg.

Personalvermittlung

Der Fokus der Vermittler liegt nicht primär auf Fach- und Führungskräfte, sondern richtet sich auf mittlere-und Hilfstätigkeiten aus. Suchende Unternehmen werden nicht beraten und die gesuchten Stellen werden meist mit vorhandenen Bewerbungen abgedeckt. Das einzige Ziel der Vermittler ist es, einen Vertragsabschluss zu generieren. Deshalb bieten diese Vermittler teilweise auch Arbeitskräfte bei Unternehmen einfach an ohne direkte Anfrage. Rechtlich werden Personalvermittler als Makler (Maklertätigkeit) eingestuft.