Recruiting macht Spaß! Executive-Search ist großartig! – wäre da nicht der Prozess an sich. Ein Prozess, der kein standardisierter Prozess ist, der sich immer und immer wieder anwendbar ist. Nein – gerade Recruitingprozesse können eigentlich nicht standardisiert werden, weil zu viele Hürden an unerwarteten Stellen immer wieder auftauchen.

Woran das liegt? Zum einen spielen in diesem Prozess sehr viele verschiedene Parteien mit. Um sich einen Eindruck zu machen, wie viele Akteure unter anderem mitmischen können, bietet die folgende Aufzählung einen ersten Eindruck:

  1. Soll-Firma,
  2. Personalberatung,
  3. Kandidat/Bewerber,
  4. Personalabteilung,
  5. Vorgesetzte (aktuelle und zukünftige),
  6. Familie,
  7. Personalabteilung,
  8. Ist-Firma,
  9. Freunde, Bekannte und
  10. Kollegen

All diese Personen können auf Ihre Art und Weise den Einstellungsprozess beeinflussen. Wie soll es hier möglich sein einen klaren Prozess zu definieren?

Zum anderen fließen andere Faktoren die immer wieder Probleme bereiten mit hinein. Diese kann man unter Kosten, Zeit und Qualität veranschlagen.

Kosten, die der Einstellungsprozess insgesamt veranschlagt, Zeit die benötigt wird, damit es zur Einstellung kommt. Die Qualität, in welcher der gesamte Prozess „abgewickelt“ wird, d. h. von der Art der Wahrnehmung einer Vakanz bis zur Geschwindigkeit und Zusendung des Arbeitsvertrags.

Ein klassisches Beispiel ist der Fall, dass alleine schon das Aufsetzen eines klaren Anforderungsprofils einer Position Schwierigkeiten hervorruft. Da ist die Besetzung einer Position für die Personalsachbearbeiter oder Personalberater ein Ding der Unmöglichkeit, wenn die Stellschrauben immer wieder neu justiert werden. (Wobei der Job des Personalberaters beinhaltet, diese Stellschrauben mitzujustieren.)

Auch Personalberatungen, die für sich einen klaren Vorgehensprozess haben, um möglichst schnell Kandidaten zu präsentieren, sind vor all den genannten Faktoren nicht sicher. Es verdeutlicht auch, dass es gilt möglichst viele Seiten des Ablaufs zu berücksichtigen um einen reibungslosen Ablauf der Vakanzbesetzung zu erreichen.

Und mit Sicherheit gibt es weitere Faktoren, die hier noch nicht aufgezählt wurden, aber einen gravierenden Einfluss auf den „Prozess“ nehmen können. Aber allein die hier genannten Punkte reichen um aufzuzeigen, dass dieser Prozess nicht standardisiert werden kann.