Recruiting basiert zum einen auf dem Nutzen von beruflichen Beziehungen und zum anderen auf Verkaufstechniken um als Recruiter die verschiedenen Talente für sehr gut dotierte Positionen ausfindig zu machen, zu überzeugen und schließlich bei den Unternehmen vorzustellen. Es ist eine Form von Marketing, denn die beste Person für eine Vakanz, muss erst aufmerksam und neugierig  für eine Position gemacht werden. Somit betreibt Headhunting nichts anderes, als eine Nachfrage nach einem Job zu generieren.

Gerade bei bei der Suche nach Führungskräften ist die Direktansprache ein beliebtes Werkzeug, diese auf vakante Positionen direkt aufmerksam zu machen. Zwar hat diese Gruppe in Unternehmen meist ein branchenaffines Netzwerk und weiß, welche Position bei welchen Unternehmen zur Debatte stehen oder frei werden. Es kommt aber auch vor, dass es manche Manager vor Arbeit/Terminen verpassen, sich ein starkes Netzwerk aufzubauen und dieses zu pflegen. Oder eine Position ist so sensibel, dass nur ein kleiner Kreis von Personen über eine zukünftige Neubesetzung informiert ist.

Auf Seiten der Personalberatung ist die “Einfachheit” bei der Suche von Führungskräften die, dass Diese meist bekannt und für Positionen offen sind, welche sie selber und  ihre Karriere weiterbringt oder wenn nötig einen Sidestep darstellen (wenn eine Perspektive im Raum steht). Beispielsweise wird ein sehr guter Verkäufer später in seiner Karriere Verkaufsleiter oder gar Geschäftsführer.

Anders ist das Problem mit Fachkräften. Ein Personenkreis, welcher eine gewerbliche, kaufmännische oder sonstige Berufsausbildung absolviert hat. Aber gerade Fachkräfte werden in verschiedenen Unternehmen weiterhin händeringend gesucht. Sei es in der Produktion- oder Verwaltungsebene. Der Aufwand, hier Personen ausfindig zu machen, diese für den selben Job bei einem anderen Unternehmen (ohne richtige Perspektive) zu überzeugen gleicht einer “Sisyphus-Aufgabe”. Auf Personalberaterseite ist der Aufwand hoch und der Ertrag gering.

Eines haben Führungs- und Fachkräfte gemeinsam. Sie müssen auf eine Vakanz aufmerksam gemacht werden! Der Unterschied in der Beurteilung von Führungs- und Fachkräften ist, dass man bei einer Fachkraft anhand des CVs ziemlich sicher weiß , was diese kann. Bei einer “Führungskraft” nicht zwingend.

SMS schlägt jede E-Mail

Als Personalberater in einem Segment kennt man seinen Markt. Im Laufe der Zeit haben sich viele CVs und Kontaktdaten von Industriekräften in der Datenbank angesammelt. Je nach Position, muss man verschieden an einen Kandidaten  — verbal oder schriftlich — herantreten. Und wie so oft gilt: Zeit ist Geld. Erreicht man eine in der Personalberatung bekannte oder bisher unbekannte Führungskraft nach mehreren Kontaktversuchen nicht telefonisch, bleibt keine andere Möglichkeit, als eine Nachricht zu übermitteln.

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Bei registrierten Fachkräften hingegen reicht es, diese auf eine Position aufmerksam zu machen und wenn Interesse besteht, gleich den Kontakt zur suchenden Firma herzustellen.

Von daher gehen mehrere Personalberatungen schon seit geraumer Zeit dem Trend nach, Fachkräfte via SMS auf vakante Positionen aufmerksam zu machen. Natürlich müssen die Daten und der CV der Fachkraft beim Personalberater in der Kartei zuvor registriert sein. Auch das Thema Datenschutz ist hier nicht außer acht zu lassen. Das Vorgehen hierbei ist denkbar einfach. Eine vakanten Position (beispielsweise Maschinenführer) wird an alle im System registrierten Maschinenführer versendet und wenn man auch noch Glück hat, gibt es Interessenten.

Die Technik erlaubt es, serverbasiert personalisierte SMS an verschiedene Kandidaten zu schicken mit der Möglichkeit auf Empfängerseite sofort darauf zu antworten. Immerhin 80% der Handynutzer haben ihr Handy immer bei sich und 97% der empfangenen Nachrichten werden gelesen. E-Mail Nachrichten hingegen verschwinden schnell im Spam-Ordner oder werden nicht gelesen.  Gerade für große Unternehmen im Personalbereich ist diese eine gute Möglichkeit, schnell auf den Bedarf eines Kunden zu reagieren. Die weiteren Vorteile für eine Personalberatung liegen auf der Hand:

  1. Man spart Kosten
  2. Man spart Zeit
  3. Man hat einen geringen Streuverlust

Aber man muss sich auch klar sein: Ein gutes Gespräch kann SMS oder E-Mail nicht ersetzen.