Bewerberinterviews können hart sein – auch für gestandene Persönlichkeiten. Das Interview  mit dem Personalberater ist trotzdem die beste Möglichkeit, Einblicke in eine Position und Firma zu erhalten. Letztendlich dient es auch dazu, herauszufinden in wieweit die eigenen Erfahrungen und Veranlagungen dazu beitragen, dass beide Seiten – Bewerber und Zielfirma – daraus profitieren können.

Auf Seiten des Bewerbers gilt es folgende „Hausaufgaben“ für das erste Interview mit dem Personalberater zu erledigen:

  • Zielfirma
    Man sollte möglichst viel über eine Firma (wenn diese bekannt ist) recherchieren, das heißt deren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das impliziert das Durchforsten der Firmenwebsite, Brancheninformationen und Social-Media-Profile(n). Daraus lassen sich strategische Fragen über die Firma ableiten. Fragen, die die Website oder das Stellenprofil beantworten, sollten nicht gestellt werden.
  • Position
    Gründliches Verstehen der Position. Was sind Kernaufgaben? Was sind die Hauptverantwortungen? Was wird erwartet? Gute Fragen sind noch: An wen wird berichtet und wie ist dessen Führungsstil? Was sind die wichtigsten Aufgaben in den ersten sechs bzw. zwölf Monaten?
  • Selbstreflexion
    Die eigene Karriere Revue passieren lassen – Daten, Positionen und Aufgaben. Bewusstsein über die eigenen Stärken und Schwächen schaffen. Als Kandidat sollte man zudem in der Lage sein, konkrete Beispiele für Leistungen, die daraus gewonnene Erfahrungen und erzielten Resultate wiederzugeben.

Wenn man diese drei Punkte berücksichtigt, kann man schon einmal beruhigt in das Gespräch mit einem Personalberater gehen und die Chancen auf ein Gespräch auf Augenhöhe mit anschließender Vorstellung bei der Zielfirma steigen.