Sozialer Status, Wertschätzung und gute Bezahlung, dass sind drei treibende Gründe, damit der Mensch mit sich und seiner Arbeit im reinen ist. Aktuelle Beiträge in den verschiedenen deutschen Tageszeitungen der letzten Zeit, beschäftigen sich einschlägig mit dem Thema Arbeit und Arbeitszufriedenheit. Die Süddeutsche Zeitung beispielsweise widmet sich ausführlich dem Thema: Zukunft der Arbeit. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschäftigt sich mit der Arbeitswelt und die Wirtschaftswoche hat das Thema selbstverständlich im Portfolio. Diese Beispiele zeigen, dass das Thema Arbeitszufriedenheit im Job hohe Relevanz besitzt. Zumal, wenn man berücksichtigt und von einer vierzig Stundenwoche ausgeht, dass von den theoretisch monatlich verfügbaren 730 Stunden, circa 174 Stunden mit oder in der Arbeit verbracht werden. Damit Mitarbeiter zufrieden sind, kümmern sich Führungskräfte laut einer Umfrage verstärkt um ihre Mitarbeiter, mit dem Resultat, dass die emotionale Bindung an dass Unternehmen erhöht wird. Trotzdem sind in Deutschland nur vier von zehn Mitarbeitern mit Ihrer Arbeit zufrieden. Gerade in der Personalberaterbranche mit seinen konstanten projektbezogenen Auf und Abs, ist die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter das A und O.

Mein Beruf ist mein Hobbie

Für mich gibt es zwei elementare Aspekte, die die Arbeit für mich lukrativ machen. Zum einen die Tätigkeit an sich und das Arbeitsumfeld. Beides sind ausschlaggebende Punkte, weshalb man als Research Consultant einen der interessantesten Berufe ausüben darf.

Cold-Calls sind das Brot-und-Butter-Geschäft. Die Tätigkeit des Research Consultant erfordert aber viel mehr: Dynamik und Moral. Dynamisch ist der Beruf, weil Servicedenken an erster Stelle steht, man sich blitzschnell neuen Situationen stellen muss, verbale Schlagfertigkeit gefordert ist, sich kaum eine Aufgabenstellung gleicht, mit mehreren Projekten gleichzeitig jongliert wird, Verantwortung mit Daten und Personen verlangt wird, Empathie, Lernbereitschaft und Neugier gefordert werden und zuletzt, dass man mit unterschiedlichsten Menschen und deren Kulturkreisen interagiert.

Das Arbeitsumfeld ist stark technologisch geprägt. Als Research Consultant muss sich immer State of the art halten. Das beinhaltet das Anwenden von modernsten Tools (e.g. Cloud, Apps etc.) und dem Wissen, wo verschiedenen Personen ausfindig gemacht werden können. Ein breites wirtschaftliches und technisches Know-How bilden die Grundlage, damit man in diesem Beruf bestehen kann. Denn nur so ist gesichert, womit und worüber man mit Kandidaten spricht, bzw. wo und in welchem Industriezweig es welche Probleme gibt. Kurzum: Der Job als Reserach Consultant ist sehr dynamisch!

Es gibt auch moralische Aspekte. Oftmals werde ich im Bekanntenkreis mit Aussagen konfrontiert, die sagen: Als Personalberater schadet man Unternehmen, weil Mitarbeiter abgeworben werden und somit Strukturen zerstört. Allerdings sollte man dann die Frage stellen, warum will denn die Person weg vom Unternehmen?  – bestimmt nicht wegen dem Personalberater. Wir zeigen nur Wege auf! Gerade wir Personalberater sind es, die Menschen zufriedenstellen, indem wir ihnen Möglichkeiten aufzeigen, sich und ihre Fähigkeiten gewinnbringend einzusetzen und beruflich weiterzuentwickeln. Ob es moralisch verwerflich ist über Cover-Stories an die gesuchten Personen zu kommen, bleibt jedem selbst überlassen.

Für mich sind all diese Aspekte ausschlaggebend warum ich diesen Beruf mit freude ausübe. Zudem macht es Spaß, morgens aus dem Bett zu steigen und nicht zu wissen was der Tag arbeitstechnisch mit sich bringt. Abends hingegen geht man zu Bett mit dem Gefühl, wieder etwas gelernt zu haben.