Die Suche nach geeigneten Kandidaten für die Direktansprache findet heute in erster Linie online statt. Das beinhaltet neben den Seiten der möglichen Zielfirmen, dass nutzen von Karrierenetzwerken wie die in Deutschland weit verbreitete Plattform XING.

Aktuell ist XING mit circa acht Millionen Nutzern auf Platz 1 in der DACH-Region. Dicht gefolgt von LinkedIn mit circa sechs Millionen Nutzern. Es liegt auf der Hand, dass sich auch Recruiter und Unternehmen dieser Netzwerke bedienen um geeignete Kandidaten zu finden.

Ein Blick außerhalb der DACH-Region lohnt sich aber durchaus, um einen Eindruck der Nutzer in Europa zu gewinnen. LinkedIn hatte 2014 in UK 17 Millionen Nutzern und ist damit in der EU auf Platz eins. Gefolgt von Frankreich mit acht Millionen, Italien mit sieben Millionen und Spanien mit sechs Millionen Nutzern.

Sieht man diese Zahlen, lässt sich vermuten, dass ganz Europa fest in LinkedIn-Hand ist. Ganz Europa? Nein! Ein von unbeugsamen Anbietern zur Verfügung gestelltes Portfolio hört nicht auf, LinkedIn Widerstand zu leisten. Wie erwähnt, in Deutschland ist XING sehr prominent vertreten. In Frankreich findet sich beispielsweise Viadeo wieder, mit 9 Millionen Nutzern. In Polen wird auf GoldenLine gesetzt.

Außerhalb Europas sind es wiederum andere Karrierenetzwerke. In China ist Tianji, welches zum französischen Viadeo gehört, mit mehr als 14 Millionen Nutzern als Business-Netzwerk vertreten. In Japan gibt es Mixi, ein soziales Netzwerk mit circa 30 Millionen Nutzern, welches auch berufliche Verwendungsmöglichkeiten mitbringt, aber kein wirkliches Karrierenetzwerk darstellt.

Zusammenfassend kann man sagen, das für die Suche auf dem europäischen Markt, vier Karriereplattformen Relevanz besitzen: XING, LinkedIn, Viadeo und zum Teil GoldenLine. In einer globalisierten Geschäftswelt, ist es nur eine Frage der Zeit bis sich eines dieser Netzwerke letztendlich durchsetzen wird.